Interkulturelle systemische Beratung und Therapie

Datum und Uhrzeit

Dienstag 19. März 2019
09.15 - 17.15 Uhr
Mittwoch 20. März 2019
09.15 - 17.15 Uhr

Leitung

Cornelia Oestereich, Dr. med.,
geb. 1952; Psychiaterin, Psychotherapeutin, Familientherapeutin. Bis Ende 2018 Chefärztin der Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie der KRH Psychiatrie Wunstorf bei Hannover. Systemische Lehrtherapeutin (SG); Systemische Lehrende Supervisorin (SG) am NIS - Nds. Institut f. Systemische Therapie und Beratung Hannover e.V..Vorsitzende der Systemischen Gesellschaft e.V. – SG von 2005 – 2013. Vorstandsmitglied des EMZ – Ethnomedizinisches Zentrum e.V Hannover von 1994 bis 2007.

Schwerpunkte: Entwicklung systemischer Therapie in der Psychiatrie, z.B. SYMPA – Systemische Methoden in der Psychiatrischen Akutversorgung seit 2002. Entwicklung interkultureller systemischer Therapie in der PIA - Ambulanz; Entwicklung eines systemischen Therapiekonzepts für extremtraumatisierte Menschen und ihre Unterstützungssysteme, auch aus anderen Kulturen. Interkulturelle und systemische Konzepte in der Psychiatrie. Supervision in psychiatrischen und interkulturellen Kontexten.

Kursinhalt

Hilfesuchende aus anderen Kulturen stellen in psychosozialen Beratungsdiensten und Einrichtungen der Gesundheitsversorgung zwischen 10 und 30% der KlientInnen und PatientInnen. Sie stellen an die MitarbeiterInnen besondere Anforderungen. Nicht nur unterschiedliche Annahmen über Gesundheit und Krankheit, über Familienzusammenhalt und Geschlechterrollen, sondern auch unterschiedliche Annahmen über Sinn und Möglichkeiten der jeweiligen Einrichtungen können häufig zu Missverständnissen und Vorbehalten führen.
In einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft können TherapeutInnen und BeraterInnen auch immer weniger davon ausgehen, dass ihre PatientInnen und KlientInnen ähnliche Vorstellungen über die Welt oder ähnliche kulturelle und ethische Werte teilen. Das Seminar möchte zeigen, wie interkulturelle Kommunikation auch über unterschiedliche Wertvorstellungen gelingen kann, wie systemische Therapie und Beratung mit DolmetscherInnen, die sich als KulturmittlerInnen verstehen, gehen kann und wie die Behandlung von Menschen mit fremdem kulturellen Hintergrund und aus Zuwanderungsländern in der Regelversorgung ermöglicht und gefördert werden kann. Die theoretischen und praktischen Voraussetzungen guter Kooperation in der interkulturellen Arbeit werden diskutiert.
Fallbeispiele aus der langjährigen interkulturellen systemischen Arbeit der Seminarleiterin werden neben praktischen Übungen vorgestellt.

Literatur

Hegemann, T. u. Oestereich, C. (2009) Einführung in die Interkulturelle Systemische Therapie und Beratung. Carl-Auer Verlag, Heidelberg
Oestereich, C. u. Hegemann, T. (2010) Interkulturelle Systemische Therapie und Beratung. Psychotherapie im Dialog 4/2010, S. 299-325. Thieme. Stuttgart
Oestereich, C. (2011) Psychische Gesundheit von Menschen mit Migrationserfahrungen – Anforderungen an eine kultursensible Gestaltung psychiatrischer Hilfen. Die Kerbe 1/2011, S. 4-7; BeB. Ber

Details

Anmeldung

Bis 17. Februar 2019
per E-Mail an:
sekr@psychotherapieausbildung.ch
oder über unser:
Kontaktformular

Kosten

CHF 560.-- für 16 Lektionen​


Hinweis

Die Veranstaltung entspricht 16 Credits.

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