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In der systemischen Therapie wird die Person stets als Teil eines sozialen Bezugsystems gesehen. Psychische Störungen und persistierende Konflikte werden als Hinweise auf notwendige Veränderungen von Bewertungs- und Interaktionsmustern verstanden. Die Therapie zielt darauf ab, Sichtweisen und Verhaltensmöglichkeiten anzuregen und zu bestärken, welche psychische Gesundheit und konstruktive Konfliktbewältigung begünstigen. Der systemische Therapieansatz des Instituts für Ökologisch-systemische Therapie legt den Schwerpunkt auf das Wirken der Person und dessen Beantwortung durch die Umwelt. Gemäss ökologisch-systemischem Verständnis treten psychische Probleme und ernsthafte Beziehungsstörungen dann auf, wenn es der Person nicht mehr ausreichend gelingt, mit ihrem Wirken die erhoffte Beantwortung durch die Umwelt zu erzielen. Die Therapie soll persönliche Entwicklungen anregen und unterstützen, welche die Wahrscheinlichkeit der angestrebten Beantwortung erhöhen. Die therapeutische Arbeit kann im Einzel-, Paar- oder Familiensetting erfolgen. Eine ausführliche Darstellung von Theorie und Praxis der ökologisch-systemischen Therapie findet sich im Buch „Ökologische Psychotherapie“ von Jürg Willi und der Arbeitsgemeinschaft Koevolution (vgl. Publikationen). Die Wirksamkeit dieses Ansatzes wurde in empirischen Studien überprüft. Eine Liste entsprechender Texte ist im Sekretariat erhältlich.

Unsere Weiterbildungen folgen einem systemischen, integrativen, entwicklungsorientierten Ansatz. Sie sind wissenschaftlich anerkannt und stehen auf der Grundlage des bio-psycho-sozialen Modells.

Unsere Wurzeln haben wir in der ökologischen und systemischen Psychotherapie. Bewahren des Bewährten ebenso wie Neugierde an neuen Entwicklungen leiten unser Tun. Aus unserer Sicht entwickeln sich Menschen an- und miteinander, das heisst koevolutiv. Dies wird in unserer Weiterbildung nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt. Lernende und Lehrende begegnen sich auf Augenhöhe. Das Lernen findet in einer vertrauten Lerngruppe statt. Auf individuelle Förderung in wertschätzender und respektvoller Atmosphäre wird geachtet.

Unser Dozententeam besteht aus klinisch und therapeutisch erfahrenen Medizinern und Psychologen, die sich mit Leidenschaft und Offenheit für die Weiterbildung engagieren. Das Team entwickelt sich in einem zirkulären Austausch unter Einbezug der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse weiter. Es besteht eine rege internationale Vernetzung.

Die Ausbildungsblöcke werden jeweils von zwei Dozenten gemeinsam gestaltet, wobei wir durch ein Rotationssystem besonders auf die Kontinuität der Betreuung und Informationsweitergabe Wert legen. Der langen Weiterbildungstradition des Instituts fühlen wir uns verbunden.

Das Institut wurde 1999 von der Arbeitsgemeinschaft Koevolution, einem Verein im Sinne von Artikel 60ff. ZGB, gegründet. Vereinszweck ist die Verbreitung des systemischen und beziehungsökologischen Denkens sowie die psychotherapeutische Fort- und Weiterbildung. Bis Juni 2009 stand das Institut unter der Leitung von Prof. Dr. med. Jürg Willi. Jürg Willi war bis zu seiner Emeritierung im Frühling 1999 Ordinarius für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Zürich und Leiter der Psychiatrischen Poliklinik des Universitätsspitals Zürich. Die Arbeitsgemeinschaft Koevolution bietet seit den 80er Jahren Weiterbildung in systemischer Paar- und Familientherapie an.

Heute wird das Institut durch ein Gremium von drei Personen gemeinsam geleitet.

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Die Anmeldung ist nach schriftlicher Rückbestätigung durch das Institut verbindlich. Der Platz im Seminar ist erst nach Zahlung der Seminargebühren gesichert. Bei längeren Weiterbildungen erst nach Anzahlung der geforderten ersten Rate.

Änderungen bleiben vorbehalten, insbesondere bezüglich Anpassungen an gesetzliche Änderungen und Auswahl der Dozenten.

Muss ein Seminar oder Weiterbildungsgang durch das Institut abgesagt werden, werden bereits bezahlte Kosten zurückerstattet. Die Durchführung bedarf einer Mindestanzahl Teilnehmer.

Für Seminare und Workshops gelten folgende Absageregelungen: 

Bei Abmeldung bis 10 Tage vor Kursbeginn werden für administrative Aufwendungen CHF 100.- verrechnet. Bei einer Abmeldung innerhalb von 10 Tagen vor Kursbeginn (auch infolge Krankheit) bleibt das gesamte Kursgeld geschuldet, es sei denn, es wird ein/e Ersatzteilnehmer/in gefunden. Die Rückerstattung erfolgt auch dann abzüglich der Bearbeitungsgebühr von CHF 100.-.

Aus mehreren Seminaren bestehende Weiterbildungen (Psychotherapie-, Paartherapie- und Supervisions-Weiterbildung) können nur als ganzes Paket gebucht werden. Für diese Weiterbildungen wird jeweils ein Vertrag abgeschlossen, der Aufnahmekriterien sowie Kündigung regelt.

Einzelne Seminare und Supervisionen innerhalb dieser Weiterbildungen können bei Nichtteilnahme nicht zurückerstattet werden.

Es wird bei längeren Weiterbildungen empfohlen selbständig eine Annulationskostenversicherung ab zu schliessen, die die Kosten im Falle von Krankheit u.ä. decken kann.

Die FSP als verantwortliche Organisation überprüft regelmässig die Qualität unserer Weiterbildung. Innerhalb des Instituts kommen eine Reihe formeller und informeller Qualitätssicherungsmassnahmen zur Anwendung. Sämtliche Module sowie die Supervision werden von den Teilnehmenden schriftlich und mündlich evaluiert. Zusätzlich werden das erste und das zweite Jahr des Aufbaukurses im Überblick schriftlich und mündlich evaluiert. Eine ausführliche Beschreibung der angewandten Qualitätssicherungsmassnahmen ist beim Sekretariat erhältlich.

Webseite der FSP / Leitbild der FSP
Newsletter FSP (vom Bund beauftragte AAQ empfiehlt die Akkreditierung der Weiterbildung)

Weiterzubildende haben die Möglichkeit, gegen Verfügungen im Zusammenhang mit der Zulassung zu einem Weiterbildungsgang, der Verleihung von eidgenössischen Weiterbildungstitels, der Anrechnung von Weiterbildungsleistungen sowie Prüfungsresultaten Beschwerde bei der Rekurskommission der FSP einzulegen.

Rekurskomission der FSP

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